Wir stellen die Region Sedlčany vor

Der Reichtum an Natur sticht vor allem in Verbindung mit der Moldau hervor. Das Beschreiben ihrer Ufer ruft eher nach Anwendung der dichterischen Form, diese romantische Einfühlung wird sie jedoch von selber erfassen – sei es beispielsweise im Naturreservat Drbákov-Albertovy Felsen. Es erwartet sie ein Ausflug mit vielen Haltestellen (Informationspaneele) und einmaligen Aussichtspunkten von dominanten Felsen auf den besungenen Fluss aus. Etwas weiter, in der Nähe des Dorfes Hrazany, errichteten vor mehr als zwei Tausend Jahren die Kelten ihr Oppidum. Im Mittelalter entstand dann an diesem Ort die Burg Ostromeč – zu ihren Ruinen führt sie ein enger Weg. An vergangenen Ruhm erinnern ebenfalls die Ruinen der kleinen Burg Kozí hřbet bei Radíč, Vrškamýk oder Zvěřinec in der Region Jesenice, zu welcher ein Lehrpfad hin führt. Die einzige bis anhin stehende Burg ist die ehemalige Burg der Familie Lobkowicz Vysoký Chlumec. Für die Öffentlichkeit ist sie nicht zugänglich, in Burgnähe erwartet sie ein Freilichtmuseum – resp. das Dorfbaumuseum der zentralen Moldaugegend mit ihren uralten Häusern. Interessante Sammlungen ab Urzeiten über das Mittelalter bis hin zu den Weltkriegen kann das Städtische Museum Sedlčany vorweisen.
Die Aufzählung der Schlösser in der Region füllte so manche Seite – wir werden sie jedoch keinesfalls zur Bewunderung verlotterter und privat genutzter Objekte hin bewegen. Wir weisen nur auf Červený Hrádek mit weitläufigem Park und die Geburtstätte des Marschalls von Radeck
ý hin –Třebnice. Erwähnenswert ist vor allem die Festung von Křepenice, die vom berühmten Teichbauer Jakub Krčín von Jelčany und Sedlčany erbaut worden ist. Zu seinen Werken gehört auch der größte Fischteich Musík in der Region Sedlčany und vielleicht auch die unweit gelegene riesige Windmühle, deren Außenmauern sich über den Hang bei Příčovy erstrecken. Unter den vielen Wassermühlen ist die älteste und schönste die in Bláhová Lhota.
Bei ihren Spaziergängen durch die Landschaft stellen sie selber fest, dass wir nicht alle interessanten Orte haben erwähnen können und sie werden sicherlich viele Stellen antreffen, die sie mit ihrer Besonderheit und Schönheit überraschen werden. Die Ziele ihrer Wege können sie von manchen Aussichtstürmen aus betrachten – Drahoušek bei Osečany (Hügel auf 504 Meter über Meer, beim Aussichtsturm steigen sie um weitere 32 m höher), Veselý vrch bei Mokrsky (489 m, 25 m), Onen Svět (590 m, 15 m) oder Hodětín bei Petrovice (551 m, 36,6 m). Erfahren sie, warum wir die Region Petrovice als die Steinlandschaft benannt haben und nehmen den hiesigen Lehrpfad in Angriff. Dieser führt an der Predigerstelle des Jan Hus, an den Týnčanské Höhlen sowie am originellen Kreuzweg mit in Stein gehauenen Reliefs vorbei. Weitere Kreuzwege befinden sich in Počepice und Jesenice (von der Kirche zu derselben führt ein Lehrpfad). Bei Nedrahovice führt durch den Wald ein einmaliger Kanal, der über fünf Hundert Jahre alt ist. Und so könnten wir weiter fort fahren und sie kämen zu guter letzt nirgends hin und würden nichts kennen lernen ... . Das möchten wir natürlich nicht, deshalb genug der Erzählungen und auf in die Pedalen oder in bequemes Schuhwerk. Wir wünschen ihnen ein angenehmes kennen lernen unserer Region.