Rundfahrt Krčín I.

Rundfahrt Krčín I.

Wir bereiteten für sie zwei Fahrrad- Rundfahrten vor, die sie an Orte führen, die am meisten mit dem Wirken von Krčín in dieser Region verbunden sind. Es kann nicht anders sein – anfangen müssen wir in Sedlčany. Im südwestlichen Bereich des Hauptstadtplatzes hat dieser Teichwirt eine Bronze- Gedenktafel, auf welcher er dar gezeigt wird. Es handelt sich um eine verkleinerte Figur derselben, die in Übergröße auf dem Damm des Třeboňer Svět steht. Eine Statue von Krčín hatte auch einen nahegelegenen Brunnen zieren sollen (deren oberer Teil hat eine Rosenberger Rose). Das Gipsmodell der Statue von Břetislav Benda ist im Museum von Sedlčany ausgestellt, gleich wie weitere Gedenkstücke aus der Zeit von Krčín. Hinweisen müssen wir vor allem auf ein sehr kostbares Dokument – ein reich illuminiertes Kanzional (Gesangbuch). Zusammen mit den Kollegen Literaten ist dort auch Krčín selber festgehalten, wie er religiöse Lieder im Chor der Kirche des Hl. Martins singt.

Krčín wurde durch seine wirtschaftlichen Fähigkeiten bekannt – Bau von Teichen, Mühlen, Bierbrauereien oder Gehöften. Auch in Sedlčany errichtete er eine Bierbrauerei, unweit Fisch-Brutstätten und eine große Mühle. Statt der Bierbrauerei steht heute eine Sokolovna (Turnhalle der Sokol) und auch die Mühle wurde einige male umgebaut (befindet sich in der Jateční Straße). Das Objekt ladet jedoch nicht unbedingt zu Besuchen ein, fahren wir lieber zu einer anderen Mühle hin – über die Fahrrad- Route Nr. 8133. Auf dem Gipfel hinter der Siedlung Příčovy finden wir das Torso der größten Windmühle holländischen Typs bei uns. Über den Baumeister zirkulieren zwar Annahmen, die Indizien zeigen jedoch entweder auf Lobkowicz oder Krčín hin. Eine weitere Haltestätte auf unserem Weg ist Dublovice. In der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit liegt die Tochter von Krčín, Marianna, begraben – dies bezeugt die Marmorgrabplatte, die sich innerhalb befindet. Wir fahren weiter nach Norden, zum größten Teich der Region Sedlčany – dem Musík (50 ha). Krčín war bezogen auf Teiche auch anderorts tätig, beispielsweise in Křepenice maß er den Weiher Návesník und den benachbarten Nepřízeň aus. Nach Křepenice reisen die Besucher jedoch wegen einem anderen Bauwerk – eben hier ließ der Herr von Sedlčany nach dem Vorbild des Südböhmischen Kratochvíle seinen Sitz errichten, den er selber Neues Schlösschen Krčínov genannt hatte.

Auf dem weiteren Weg lernen wir die Herrschaft des Krčín näher kennen – auf der Fahrrad- Route Nr. 301 in Richtung Zvírotice, von hier über Líchovy nach Chramost. Denken wir bereits an die Heimkehr nach Sedlčany, können wir hier zurück nach Dublovice und Příčovy abbiegen, wenn aber nichts dagegen spricht, eine längere Route zu wählen, dann lassen Sie sich mittels Fahrradkarte um das Forstshaus Mečkov herum nach Podlipí, Štileček, Třebnice und Solopysky führen.