Dorfbaumuseum

Dorfbaumuseum

 

Im Jahr 1998 kaufte das Bergbaumuseum Příbram von der Familie Lobkowicz ein Grundstück von 3 Hektaren in der Gemeinde Vysoký Chlumec. Im nachfolgenden Jahr begannen die Bauarbeiten am Dorfbau- Museum der Zentral- Moldauregion, eine Zweigstelle des Bergbaumuseums Příbram.

In dieses Museum werden ausgewählte Typen der am meist bedrohten Volksbauten verschoben, die in der Region an ihrem ursprünglichen Ort eingehen würden.

In das natürliche Areal im Bach- Tal werden gefühlsvoll Landwirtschaftsobjekte, Hüttenbauten, Landwirtschaftsgebäude, technische Bauwerke mit Wasserantrieb und kleine sakrale Objekte einkomponiert, die meistens aus dem 18. bis Anfangs des 20. Jahrhunderts stammen. In der Endausbauphase des Museums rechnet man mit einem Transfer und einer Neu- Erstellung von etwa 20 Objekten. Als erstes wurde im Jahr 2000 das Haus Nr. 4 aus Obděnice u Petrovic übersiedelt – im Verlauf des Jahres 2001 wurden zwei Zimmerwerks- Speicher von den Höfen Nr. 2 aus Počepice erstellt. Im Jahr 2001 erhielt das Bergbaumuseum Příbram eine zusammengesetzte Anlage eines Wassersägewerks (Katter) – diese stammt ursprünglich aus der Gemeinde Dolní Sloupnice.

Im Jahr 2002 wurde der überdachte Bau vollendet und in den drei nachfolgenden Jahren wurde die technologische Anlage mit einem neuen Eichen- Oberwasserrad im Sinn einer vollständigen Funktionstüchtigkeit montiert. Nach der Beendigung ist das Sägewerk mit Wasserantrieb die zweite Anlage ähnlichen Typs, die sich in tschechischen Freilicht- Museen befindet.

Zweifelsohne ist beim Errichten des Museums in Vysoký Chlumec das größte Investitionsvorhaben in den Jahren 2004 bis 2005 das Zerlegen, der Transfer und die Neuerrichtung des bis anhin ältesten Objektes – des Zimmerwerkgebäudes Nr. 10 aus Mašov u Petrovic, der im Wohnraum eine Datierung von 1739 trägt.

Die eigentliche sammlerische Tätigkeit des Museums konzentriert sich auf das Sammeln von Maschinen, Werkzeugen und Geräten, inklusive solchen Geräten, die das Innenleben der Volksbauten bildeten. Die erzielten Gegenstände sollen ebenso die sozialen Schichten der Dorfbewohner im mittleren Moldauraum seit Ende des 19. Jahrhunderts bis hin zum ersten Drittel des 20. Jahrhunderts widerspiegeln.

Zur Zeit kann der Besucher des Museums in Vysoký Chlumec insgesamt neun Bauwerke besichtigen, wovon sieben davon in Form einer Interieur-, Spezial- oder Saisonausstellung zugänglich sind. Die neu spezialisierte Ausstellung verdeutlicht die Ausdrücke der Volkstradition des Kults des Heiligen Jan von Nepomuk in den Regionen von Příbram und Sedlčany. Die Ausstellung im Zimmerwerks- Speicher aus Počepice stellt einige ausgewählte Typen von Werkzeugen und Geräten dar, die mit der Verarbeitung und Lagerung von Getreide und Mehl im Zusammenhang steht. Im Bienenhaus aus Sedlčany befindet sich eine kleine Imkerei- Ausstellung, die im Jahr 2006 durch 12 restaurierte Bienenhäuser aus der Gemeinde Rovina u Počepic bereichert wird.